
Um ein Waagebrett herzustellen benötigt man eine massive Holzleiste von einigen Zentimetern Stärke und ca. 1 m Länge (etwas mehr als 1 m ist empfehlenswert). Markiere eine Linie ( die Nullinie ) kurz vor einem der beiden Enden im rechte Winkel zur Länge der Leiste. Mittig auf die Nulline wird eine dünner Nagel eingeschlagen. Der Nagel wird nicht komplett eingeschlagen, so daß am herausstehenden Ende die Waage eingehängt werden kann. Markiere eine zweite Linie 100 cm entfernt von der Ersten, die 100er-Linie. Hier wird entsprechend der Nullinie ein zweiter Nagel eingeschlagen. Bei Leisten, die kürzer als ein Meter sind, sind entsprechend kürzere Abstände (75 cm, 85 cm etc.) zu wählen.
Oder, nimm eine längere Leiste.
Ein Waagebrett kann mit den Maßen einiger unterschiedlicher Drachen versehen werden. Es muß hier aber auch gewarnt werden: mit 11 Versionen von 3 verschiedenen Waagen wird es unübersichtlich, wenn sie alle auf dem selben Brett markiert werden. Es ist sinnvoll die unterschiedlichen Waagen der Drachen mit verschiedenfarbigen Stiften oder auf unterschiedlichen Seiten der Leiste zu markieren (wenn es nicht stört, das mehrere Linien und mehrere Nägel auf der Leiste sind). Alle Maße sollten mit mit Drachennamen oder Bezeichnung des Abschnitts (z.B. BoxOfTricks oberer Schenkel Activator-Markierung) aufbringen und keine Angst vor kleinen Notizen oder Erinnerungen auf der Leiste. Ein oder zwei Monate später ist man froh über jede Bemerkung, weil man nicht mehr weiß, wofür die Markierungen sind.
Das einzige Problem beim Gebrauch nicht ummantelter Schnur ist die Neigung zum Verrutschen. Dazu sollte kleine Überhandknoten am Ende zur Verhinderung angebracht werden. Dabei sollte beachtet werden, das man erst die Knoten setzt und dann die Leine auf Länge schneidet. Knoten kürzen die Gesamtlänge der Leine! An Anbindungspunkten zweier Leinen werden Markierungen mit einem Lackstift gesetzt. Der Stift sollte ruhig einen Moment auf die Schnur gehalten werden, damit sich die Farbe in die Fasern saugt. Der Lack erzeugt genug Widerstand um die Schnur in Position zu halten und bietet eine gut Sichtbare Markierung für den Zusammenbau der Waage.
Wenn die Schnur exakt abgelängt wird (die Herstellung der ersten Schmelzperle
erfordert keine Maßhaltigkeit), ist für die zweite Schmelzperle
eine Zugabe von ca. 5 mm erfoderlich. Am Leinenende wird mit dem Finger
das Geflecht etwas aufgeweitet. Mit einem Feuerzeug wird das Ende angeschmolzen.
Wenn die Fasern sich zurückziehen und schmelzen wird das Ende gegen
eine harte, feuerfeste Fläche gehalten. Die Metallfläche am oberen
Feuerzeugrand ist dafür bestens geeignet. Dein Finger nicht unbedingt...
DIeser Prozess sollte eine Art Flansch aus gehärtetem Kunststoff erzeugen, der sich zum Schnurende hin öffnet. Das ist eigentlich alles, was notwendig ist um das Schnurende daran zu hindern, das es aus dem Knoten herausrutscht. Es ist eventuell ein weiteres Anschmelzen und Stauchen notwendig, um die Schnur auf die exakte Länge zu bringen.
Es war uns bisher nicht möglich folgendes Problem zu lösen: was ist zu tun, wenn die Schnur zu kurz geschmolzen ist? :-)=
Die Verbindung einer Waage am Mittelkreuz wird am Besten durch eine Schlaufe
gelöst. Dazu wird die benötigte Schenkellänge doppelt gelegt
und am durchgehenden Ende ein einfacher Überhand Knoten angebracht.
Es entsteht eine Schlaufe, die am Kielstab unterhalb des Mittelkreuzes
angebracht wird. Wenn dieser Knoten gefertigt wird ist es sinnvoll ihn
um einen Stab im Durchmesser des Kielstabes zu schlaufen um sicherzustellen,
das die Schlaufe später stramm am Stab sitzt.
Die beiden Enden der Schlaufe werden die inneren Schenkel der Waage an beiden Seiten des Drachen. Das Design der Aktiv-Waage ist so gestaltet, das ein durchgehendes Schnurstück vom unteren Anbindungspunkt an der Leitkante der einen Seite über den Kielstab am Mittelkreuz zum Anbindungspunkt der anderen Seite läuft.
Mit dem Schotstek wird an der Aktiv-Waage eine Verbindung zwischen einem
freien Schnurende mit Schmelzperle an eine markierte Position (die vorher
auf dem Waagebrett gesetzt wurde) eines durchgehenden Schenkels hergestellt.
Dazu wird der durchgehende Schenkel an der Markierung gefaltet, so daß
eine Schlaufe entsteht. Das lose Ende des anderen Schenkels wird nun durch
die Schlaufe geführt und dann unten herum um die Schlaufe. Nun den
Schenkel hochziehen und unter sich selbst nochmals durchschlaufen. Das
freie Ende sollte nun unter dem Stück, das von unten durch die Schlaufe
kommt durchlaufen aber über der Schlaufe selbst enden.
Um den Knoten festzuziehen wird mit der einen Hand am langen Ende des freien Schenkels gezogen und der Knoten selbst mit der anderen Hand in der markierten Position festgehalten. Die Schmelzperle wird in den Knoten geschoben, so daß sie an beiden Schnurstücken anliegt, dann wird der Knoten zugezogen. Die Schmelzperle verhindert ein Herausrutschen des Schnurendes aus dem Knoten. .
Nimm ein Schnurstück von etwas mehr als der doppelten Länge des Tracers (z.B. 30 cm für einen Tracer von 10 cm) und lege es auf die halbe Länge zusammen und verknote das Ende mit einem Überhandknoten. Dieser wird vorerst nur leicht angezogen, die Schlaufe über den Nagel der 0-Linie gezogen und der Knoten auf sein endgültiges Maß fixiert. Die Schnur wird ca. 5 mm hinter dem Knoten abgeschnitten und die Enden mit einem Feuerzeug verschmolzen.
Die Schlaufe wird mit einer doppelten Bucht an der Waage fixiert (siehe nächster Abschnitt). Die freien Enden mit Knoten dienen zum Anknüpfen der Flugschnur.
Zum Anbringen wird der Tracer an der gewünschten Position mit der
Schlaufenseite hinter den Waageschenkel gehalten. Das Knotenende wird über
den Waageschenkel durch die Schlaufe gefädelt, herumgeschlagen und
ein zweites Mal durchgefädelt.
Wenn die gesamte Länge durchgezogen ist kann die ganze Sache am Knotenende leicht zugezogen werden. Die Schlaufe wird nun in Position gebracht und straff zugezogen.
Der hier angewandte Knoten ist ein Rutschknoten mit Schmelzperlen am Leinenende,
die ein Durchrutschen durch den Knoten verhindern sollen. Das freie Ende
wird um den Stab herumgeführt und um den Schenkel herum. Nun das freie
Ende durch die entstandene Schlaufe ziehen. Jetzt wird der Knoten am freien
Ende zusammengezogen bis die Schmelzperle am Knoten sitzt. Abschließend
wird am schenkel gezogen, so daß der Knoten an den Stab rutscht.
Diese Methode ist unbedingt zu empfehlen, wenn eine Aktivwaage für einen Drachen komplett neu entwickelt wird. mit belassen der Originalwaage am Drachen ist immer ein Maßstab vorhanden, an dem die neuen Waagemaße verglichen werden können. Die Waagen können stramm gegeneinander gehalten werden, um zu sehen, wo der Anbindungspunkt der Aktivwaage liegen muß. Für mehr Informationen siehe auch in dem später folgenden Abschnitt "Konstruieren und Tunen einer Aktivwaage".
Wenn die Aktivwaage auskonstruiert ist und gute Ergebnisse liefert, kann die Originalwaage entfernt werden.
Zwei Markierungen sind notwendig um die Verbindungspunkte für
den Stabilisator und den Aktivator zu kennzeichnen. Diese werden als Aktivatormarkierung
und Stabilisatormarkierung mit ihren dazugehörigen Laängen bezeichnet
und vom Ende der Schlaufe aus gemessen. Die Länge über Alles
bildet das Maß der unteren Waageschenkel
Die unteren Waageschenkel werde befestigt indem die Schlaufe von unten auf den Kielstab gefädelt und bis zum Mittelkreuz hochgeschoben wird. Die losen Enden durch den Ausschnitt für den Seitenverbinder gefädelt und zwischen Seitenverbinder und Stopperclip mit einem Rutschknoten befestigt.
Zwei Markierungen werden auf den oberen Schenkel gesetzt, beide werden von einem Ende aus gemessen, dem oberen Ende. Die Markierungen sind für den Aktivator und die Schlaufen zur Befestigung der Flugschnur. Der Aktivator-Punkt liegt ungefähr auf halber Länge des Schenkels. Der Punkt für die Schlaufe ist fast am unteren Ende der Schnur. Diese Längen werden als obere Aktivator Markierung und oberer Zugpunkt bezeichnet.
Befestige das obere Ende der Schnur am oberen Ausschnitt für den Seitenverbinder dirkt unter dem Verbinder und über dem Stopperclip. Verwende dazu einen Rutschknoten.
Das unter Ende des oberen Schenkels wird mit einem Schotstek am entsprechenden Punkt des unteren Waageschenkels befestigt.
Befestige ein Ende am unteren Schenkel an der Aktivator-Markierung mit einem Schotrstek. Das andere Ende wird auf gleiche Weise am entsprechenden Punkt des oberen Schenkels befestigt. Der Aktivator sitzt nun zwischen oberm und unterem Waageschenkel und zieht beide leicht zusammen.
Der Abschnitt unterhalb der Schlaufen am zugpunkt wird nun zum Stabilisator.
Dein Drachen ist jetzt "Activated".
Hiermit gebe ich die Erlaubnis für jede Person die Aktiv-Waage unter folgenden Bedingungen zu verwenden oder abzuändern:
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